Welche Vorteile und Nachteile bringt die Selbständigkeit?

14. November 2009

Es gibt viele Gründe die für und gegen eine Gründung eines Gewerbes sprechen. Es kommen Pflichten und Aufgaben auf einen zu, die man z.B. als Arbeitnehmer nicht erledigen muss. Dazu gehört vor allem die Buchführung, die für viele Leute mehr als lästig ist. Nicht jeder lässt diese von vornherein von einem Steuerberater erledigen. Deswegen bleibt nichts anderes übrig, als sich   selber damit zu beschäftigen.
Von diesem „Problem“ bin ich auch betroffen. Ich lese dazu momentan viel im Internet und in Büchern, um es später nicht zu schwer zu haben. Ich möchte ungern direkt die erste Steuererklärung fehlerhaft abgeben ;-) Meine Erkenntnisse werden hier in späteren Beiträgen zu lesen sein!

Ein weiterer Nachteil ist der hohe Zeitaufwand. Mit der Anmeldung des Gewerbes ist die Gründung schließlich noch nicht vollendet. Es geht erst richtig los! Es müssen Kunden überzeugt und Aufträge beschafft werden, da es sonst unmöglich ist, davon zu leben.
Viele bevorzugen es daher, neben dem festen Job zu gründen und nicht direkt ins kalte Wasser zu springen. Man erhält weiterhin monatlich sein Gehalt und kann sich sein Gewerbe langsam aufbauen, bis man sich den Übergang in die Voll-Selbständigkeit zutraut.
Ich selber bin noch Schüler und lebe zuhause. So habe ich genügend Zeit, um mein Gewerbe aufzubauen, ohne bei einem Misserfolg am Existenzminimum leben zu müssen.
Trotz alledem werde ich viel Zeit in den Aufbau meines Gewerbes investieren. Von Nichts kommt bekanntlich ja auch nichts ;-)
Auch kann man abends häufig nicht in Ruhe vor dem Fernseher sitzen, da eine lange To-Do-Liste auf einen wartet. Ansonsten müsste die verlorene Zeit aufgeholt werden. Dies geschieht häufig spät und dauert bis in die Nacht, zum Leidwesen des Schlafes.
Der letzte Nachteil, der mir einfällt, ist, dass man das volle Risiko trägt. Wenn man durch einen Fehler größere Schäden versucht, muss das eigene Unternehmen dafür haften. Bei Einzelunternehmen haftet man sogar mit dem gesamten Privatvermögen. Dies lässt sich allerdings durch Versicherungen absichern. Darüber werde ich einem späteren Beitrag noch etwas schreiben.

Diese Gründe genügen manchen Menschen schon, um sich gegen die Gründung auszusprechen. Die Vorteile sind für mich aber viel ausschlaggebender.
Als Selbständiger kann man seinen Arbeitszeit selbständig wählen. Bekommt man z.B. an einem sonnigen Nachmittag im Juli einen Anruf einer Freundin, kann man sich spontan mit ihr im Park treffen ;-) Die verlorene Zeit wird dann aber, wie oben bereits gesagt, oft abends nachgeholt.
Des weiteren ist man sein eigener Chef. Man kann selber bestimmen, wann man welche Aufgaben erledigt. Man könnte sogar bestimmte unschöne Aufgaben von beliebiegen Personen erledigen lassen, die sich darauf spezialisiert haben (Angestellte oder andere Selbständige).
Ein weiterer Vorteil ist, dass man als Selbständiger viel Kontakt zu Kunden bekommt und somit viele Kontakte knüpfen kann. Als Angestellter ist man häufig nur seinem Chef untergeordnet, und kommuniziert mit seinen Mitarbeitern. Als Selbständiger kommt man aber mit viel mehr Personen in Kontakt.
Der letzte Vorteil, der mir gerade einfällt, ist, dass man alles alleine entscheiden kann. Dadurch muss man bei seinem Chef nicht erst eine Genehmigung einholen, wenn man z.B. das Logo der Firma ändern möchte. Eine Ausnahme ist, wenn man eine Personengesellschaft gründet. Dann müssen alle anderen Geschäftsführer mit der Entscheidung einverstanden sein.

Fazit

Die Selbständigkeit ist nicht für jeden das Richtige. Man muss sich genau überlegen, ob man mit den Nachteilen leben kann und ob die Vorteile für einen genügend sind.
Bei mir ist es so, dass mir die Vorteile viel wichtiger sind als die Nachteile. Für mich als Schüler ist es auch schwer, einen Job in der Branche zu finden, die mich interessiert. Vom Kellnern und Bierkisten schleppen halte nicht viel!

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