Erkenntnisse als Selbständiger – Teil 2

23. Dezember 2009

„Geld allein ist keine Lösung!“

Nicht jeder Kunde ist es wert dein Kunde zu sein. Das hab ich auch schon im ersten Teil dieser Serie angedeutet, möchte aber noch etwas genauer darauf eingehen.

Man stelle sich einfach mal folgende Situation vor: Markus (also der Blogger, der für den Großteil der bis jetzt geschrieben Artikel auf diesem Blog verantwortlich ist) baut sich über die Zeit einen festen Kundenstamm auf. Er hat 5 Kunden, welche regelmäßig seine Arbeiten in Anspruch nehmen und alle etwa gleich viel zahlen. 4 Kunden davon sind wie aus dem Bilderbuch – die Kommunikation ist perfekt, kleine Probleme über die Vorstellung der Umsetzung treten an einigen stellen auf, können aber immer schnell gelöst werden. Die Kunden haben konkrete Vorstellung und können diese auch gut beschreiben. Wenn es Probleme gibt probieren sie erst selbst es zu lösen und kontaktieren Markus nur im Ernstfall, da sie wissen, dass Zeit Geld. Rechnungen werden pünktlich gezahlt und manchmal gibt es auch noch einen kleinen Bonus. Das ist das reinste Schlaraffenland.

Dann gibt es da diesen einen Kunden, der anders ist. Der ruft grundlos zwischendurch an, möchte dann irgendwelche Änderungen haben, welche bei Vertragsabschluss nicht vereinbart waren. Zahlungen gehen nur unpünktlich oder nach mehrfacher Zahlungsaufforderung ein. Dies wäre dann das Problemkind unter den Kunden.

Da ein junger Selbständiger eigentlich nie Feierabend hat wird Markus sich mit diesem Kunden auch noch in der Freizeit beschäftigen müssen – er arbeitet also, ohne dafür Geld zu sehen und ärgert sich am Ende des Tages darüber, warum er dies gemacht hat und überhaupt noch mit diesem unsympathischen Menschen etwas zu tun hat.

Das einzig richtige wäre, wenn man diesen Kunden vergisst, keine Aufträge mehr von ihm annimmt und sich einen neuen Kunden sucht, der den alten ersetzen kann. Das ist zwar Zeitaufwendig, aber die persönliche Arbeitsmoral steigt, man ist motivierter und arbeite schneller, wenn man nicht immer mit der Angst leben muss, dass der Kunde, der einen die letzte Woche schon 4 Stunden geraubt hat heute direkt wieder anruft.

Diese Situation ist relativ komplex und hängt noch von vielen anderen (vor allen persönlichen) Faktoren ab. Ich habe hier jedoch versucht ein kleines Beispiel zu bringen, an welches sich der ein oder andere vielleicht im laufe seiner Karriere erinnert und dann erkennt, dass Kunde X es einfach nicht wert ist euer Kunde zu sein.

Dies ist der zweite Artikel der Serie „Erkenntnisse als Selbständiger“. Im ersten Teil dieser Serie bin ich vor allem auf die Zeitlichen Aspekte von Entscheidungen eingegangen. In diesem ersten Teil habe ich aufgezeigt, dass es meistens besser ist etwas sofort (!) zu tun, als auf den richtigen Zeitpunkt zu warten, welchen es nie geben wird!

1 Kommentar zu “Erkenntnisse als Selbständiger – Teil 2”

  1. Ja, solche Kunden sind leider sehr zeitraubend und nervig. Ich hatte glücklicherweise erst einen von dieser Sorte, mit dem ich aber auch nicht mehr zusammen arbeite.

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